Yoga Wissen

Yoga ist für alle da

By Januar 18, 2020 No Comments

Yoga geht auch ohne akrobatische Stellungen, ohne hippes Fitness-Studio, und hat auch nichts mit der Jagd nach ewiger Jugend zu tun. Und das ist gut so! Denn die Weisheit des Yoga war schon immer die Weisheit des Alters. Mit sanftem Yoga für Späteinsteiger können wir Lebenslust und Vitalität in die zweite Lebenshälfte bringen und uns beides lange erhalten! Die wohl ältesten reinen Yogatexte, die Yoga-Sutras des Patanjali, wurden vor weit mehr als 2000 Jahren zusammengetragen. Sie beschäftigen sich mit der Entfaltung von geistigem Verständnis und mit der Befreiung durch spirituelle Praxis. Nur ein einziger dieser 200 Sinnsprüche (Sutras) bezieht sich auf die Asanas, die Körperübungen, die wir heute mit Yoga verbinden.

Yoga ist ein Prozess

Ursprünglich standen beim Yoga also nicht körperliche, sondern meditative Aspekte im Mittelpunkt. Viele Yogaformen waren philosophisch angelegt: das Karma-Yoga, das aus guten Taten bestand, das Bhakti-Yoga, der Weg der Hingabe, oder das Inana-Yoga, bei dem es mehr um Erkenntnis ging. Hinduismus und Buddhismus, aber auch schamanische Volksspiritualität sind die Wurzeln. Etwa 1000 Jahre nach Christus wurde Hatha- Yoga bekannt, das der rein spirituellen Praxis erstmals einen eher körperbetonten Weg an die Seite stellte. Damit schaffte Yoga den Sprung in die Alltagswelt Indiens.

Körper, Geist und Seele

Längst haben wissenschaftliche Studien die Wohltaten von Yoga nachgewiesen. Doch Yoga tut nicht nur dem Körper gut. Durch Yoga spürt man sich selbst und seine Bedürfnisse besser – auch auf geistiger und seelischer Ebene. Bei Schmerzen etwa bewirkt Yoga oft Wunder. So manche seelische Verletzung manifestiert sich als körperlicher Schmerz. Yoga hilft, Altes loszulassen – also nach vorne zu schauen und nicht mehr darüber nachzugrübeln, warum bestimmte Verletzungen passiert sind und warum wir sie immer wieder schmerzvoll spüren. So kann durch Yoga mit dem körperlichen Schmerz auch die seelische Verletzung verschwinden. Sein befreiendes Element kann helfen, wieder Ja zum Leben zu sagen. Atemzug für Atemzug unterstützt uns Yoga dabei, negative Muster oder Erlebnisse loszulassen. Schritt für Schritt finden wir zurück in unsere ursprüngliche emotionale Kraft und Fülle. Yoga bereitet uns darauf vor, selber zu entscheiden, wer wir sein wollen. Der meditativ-positive Ansatz im Yoga sorgt dafür, dass wir uns auf unsere persönliche Weiterentwicklung konzentrieren. Yoga schenkt uns die Intuition, Dinge aus einer erweiterten Perspektive wahrzunehmen. So stellt sich große Klarheit ein. Ganz von selber. Das ist Yoga.

Die Essenz des Yoga

Oft erlebe ich, dass Menschen mit Yoga beginnen, um wieder beweglicher zu werden oder abzunehmen. Das sind schöne Gründe. Dennoch ist es immer eine Freude, wenn mir genau diese Teilnehmer berichten, dass sie nach dem Yoga besser schlafen oder viel gelassener sind. Manche erzählen, dass sich ihre Partnerschaft positiv verändert habe oder sie nun die Kraft hätten, eine Entscheidung zu treffen, die sie Jahre vor sich hergeschoben haben. Mich überrascht das nicht. Schon lange begreife ich Yoga ganzheitlich. Und je mehr ich in die Tiefe des Yoga einsteige, desto besser verstehe ich die alten Yogaschriften, wonach sich nur jemand, der bei sich selber angekommen ist, auch größeren Zusammenhängen öffnen kann. In diesem Sinne: Übe, atme und staune, was passieren kann.

Was Yoga dir bringen kann:

  • Mehr Gesundheit und innere Ausgeglichenheit.
  • Mehr Lebensfreude, Wohlbefinden und Energie.
  • Mehr Beweglichkeit, Vitalität und Kraft.
  • Mehr innere Ruhe.
  • Geistige Klarheit und Bewusstseinserweiterung.

Quelle: Yoga für Späteinsteiger

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